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Bevölkerungswachstum und veränderte Lebens- und Arbeitsformen werden in Zukunft einen erhöhten Betreuungsbedarf fordern. Sowohl dem heutigen als auch dem zukünftigen Bedarf muss mit einem sorgsamen Umgang an Bodenflächen und einer sensiblen und sinnvollen Verdichtung der Bestandsbauten begegnet werden. Der Entwurf schlägt vor, die grossen Freiflächen Baufeld West und Süd nicht zu überbauen. Stattdessen wird der Bestandsbau erneut erweitert.

Die Schulanlage wird im Sinne der Strategie des Weiterbauens mit der Tagesstruktur aufgestockt. Die Aufstockung folgt der Strategie der «Camouflage» und fügt sich unprätentiös in den Bestandsbau ein. Eine einfache Geometrie, eine schlichte weiss verputzte Fassade sowie die Übernahme bestehender Fenstertypen lassen die Aufstockung Teil der Gesamtanlage werden.

Das bestehende Gebäude an der Rosenstrasse, welches aktuell die Tagesstruktur beherbergt, wird abgebrochen – hier entsteht der neue Doppelkindergarten. Die Strategie der «Camouflage» erfährt hier eine Wendung. Der Kindergarten reiht sich typologisch in die Umgebung aus Einfamilienhäusern und Kleinbauten ein. Das volumetrische Spiel der verschiedenen Gebäudekörper und ihren Giebeldächern bildet eine Anleihe ans Quartier. Zugleich lässt die spielerische Gesamtkomposition und ungewöhnliche Materialisierung auf die Sondernutzung im Quartier schliessen.